18.05.2013

Posted by Mareike Posted on 5/18/2013 | No comments

[Rezension] Elysion



Zum Buch
Titel: Elysion
Autor: Thomas Elbel
Seiten: 480
ISBN: 978-3-492-26881-3
Verlag: Piper
Erschienen: 03/2013
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Zur Geschichte
Das Jahr 2135. Um ihr Überleben in einer verwaisten Metropole zu sichern, dealt die siebzehnjährige Cooper Kleinschmidt mit der Droge Teer. Eine Droge, die ihren Usern außergewöhnliche Kräfte verleiht und nur durch die Tötung eines Malach gewonnen werden kann, jener gottgleichen Wesen, die über außergewöhnliche Macht verfügen und im »Elysion« außerhalb der alten Städte leben. Als Cooper auf ihrer Jagd nach Teer auf einen Malach trifft, der ihr eine geheimnisvolle Botschaft übermittelt, beginnt für sie eine Reise durch eine zerstörte, gefährliche Welt, in der eine falsche Entscheidung das Ende bedeuten kann.

Fazit
Es gibt Bücher, die man lesen MUSS, sobald man sie zum ersten Mal gesehen hat. Elysion ist so ein Buch. Nachdem der Autor Thomas Elbel 2011 mit Asylon ein erfolgreiches Debüt feiern konnte, legt er nun mit Elysion nach. Ich bin bisher noch nicht dazu gekommen, Asylon zu lesen, aber spätestens jetzt - nachdem ich Elysion beendet habe - ist es ein Must-Have für mich geworden. Vorneweg sei allerdings gesagt, dass sich die Bücher nur in ihrer Aufmachung gleichen und ansonsten nicht zusammen hängen.

Elysion ist ein Roman, in dem einfach alles stimmt. Der Genremix aus Fantasy, Sci-Fi und Dystopie hat genau gepasst, die Charaktere waren authentisch, die Atmosphäre dicht und so war ich direkt nach ein paar Seiten schon voll im Bann. Die düstere Welt bestehend aus Ruinen, Wald und einer von den Malachim kontrollierten Stadt, wird perfekt bildlich vorstellbar beschrieben: Stellt euch vor, die Welt ist zerrüttet vom Bürgerkrieg. Ihr wandert durch die Ruinen einer Stadt, in denen sich nach wenigen Jahren schon wieder die Wildnis einen Weg bahnt. Und der Bürgerkrieg wurde dann auch noch durch die Malachim beendet, die viele Menschen für Götterwesen halten. In Wirklichkeit sind es Wesen, die wie Menschen ohne Haut aussehen und übermächtig sind. Sie haben die Herrschaft über die Welt übernommen. Und in dieser Welt schlägt sich Cooper durch, indem sie die Malachim tötet und das was von ihnen übrig bleibt verkauft. Als "Unterstützung" hat sie zwei weitere Menschen, die sie überall hin begleiten. 

Die Charaktere sind sehr vielschichtig und entwickeln sich beständig weiter. Meistens darf man Cooper  verfolgen, die als Kind ihre Eltern verloren hat und von einer "Pflegemutter" aufgezogen wurde. In Rückblenden erfährt man viel über ihr Schicksal, so dass sie mir schnell ans Herz wuchs. Sie ist auf der einen Seite extrem mutig, denn sie stellt sich göttergleichen Wesen entgegen, auf der anderen Seite aber nicht perfekt. Auch sie hat Ängste und Sorgen und weiß manchmal nicht, wie es weiter gehen soll. Um sie herum gibt es eine Gruppe von Personen, die sich in unterschiedlichem Umfang meine Sympathie erkämpften. Während Stacy eine Mitläuferin ist, die halt einfach so dabei zu sein scheint, weil sie von Cooper am Besten beschützt werden kann, ist Brent ein Mann, der mir im Laufe der Geschichte immer unsympathischer wurde. Beide Charaktere lassen sich zuerst in eine bestimmte Richtung schieben, verändern sich aber genauso wie Cooper. Weitere Nebencharaktere fügen sich gut in die Geschichte ein und sind ebenfalls tief genug ausgearbeitet, dass man glaubt, sie wirklich kennen zu lernen.

Diese kleine Gruppe ist auch nur ein Teil von vielen gut ausgearbeiteten Charakteren. Neben Cooper hatte ich einen Favoriten: McCann. Für diesen Mann arbeitet Cooper und immer wenn er im Geschehen auftauchte wurde es dramatisch. Ich hatte den Mann immer gleich vor Augen, so wie es eigentlich direkt bei allen Charakteren und dem Setting war.

Es gibt mehrere Handlungsstränge, die nach und nach auf ein großes Finale hinlaufen. Viele überraschende Wendungen machen die Geschichte unvorhersehbar und spannend. Die Geschehnisse werden direkt und manchmal auch brutal beschrieben, was für einen zusätzlichen Thrill sorgt. Die unterschiedlichen Perspektiven verwirren zu Beginn vielleicht etwas, aber nach kurzer Zeit fügen sie sich perfekt zu einer Handlung zusammen. Das Finale lässt mich nun auf einen zweiten Band hoffen. Notwendig für das Verständnis von Elysion ist er aber nicht, da die Handlung weitestgehend abgeschlossen ist. Es wäre einfach nur noch einmal ein ganz großes Erlebnis, in die düstere Atmosphäre einzutauchen und die Charaktere wieder zu treffen.

Bewertung
Ich bin begeistert von einem Buch, wie schon lange nicht mehr. Dichte Atmosphäre, authentische Charaktere und eine packende Handlung sorgen für viel Lesevergnügen. Elysion ist ein Must-Read für Fantasy- und Science-Fiction-Freunde. 


Das Copyright an Cover und Klappentext liegt beim oben verlinkten Verlag.

15.05.2013

Posted by Mareike Posted on 5/15/2013 | No comments

[Rezension] Rosendorfer muss dran glauben



Zum Buch
Titel: Rosendorfer muss dran glauben
Autor: Rüdiger Bertram
Seiten: 208
ISBN: 9783789131981
Verlag: Oetinger
Erschienen: 02/2013

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Zur Geschichte
Was ist Fantasie? Was ist Wirklichkeit? Ein spannender Psycho-Krimi.
Als Moritz für einen Buchverlag „urban legends“ erfinden soll, klingt das wie ein Traumjob. Seltsam findet er nur, dass seine Geschichten auf einmal ein Eigenleben entwickeln. Der Albtraum beginnt, als Moritz einen Mord erfindet, der im Anschluss wirklich geschieht. Gibt es jemanden, der seine Geschichten in die Tat umsetzt? Welche Rolle spielt sein Verleger? Und wo liegt die Grenze zwischen Fantasie und Realität?
Ein raffinierter Jugendroman des bekannten Autors Rüdiger Bertram - voller trügerischer Wahrheiten, packend durch seine überraschenden Wendungen und faszinierenden Irrwege.

Fazit
Rosendorfer muss dran glauben ist ein 208 Seiten starker Thriller für Jugendliche zwischen 13 und 16. Zumindest steht "Thriller" auf dem Cover des Buches. Ich persönlich empfand die Handlung oftmals zwar interessant, aber insgesamt zu unspannend für dieses Genre. Darum bin ich auch hin und her gerissen in meiner Bewertung. Denn es gab viele positive Ansätze, die mich aber nicht immer überzeugen konnten. Gut lesbar ist das Buch durch den einfachen und flüssigen Stil aber auf jeden Fall und ich habe mich ab und an auch richtig amüsiert. 

Moritz ist ein Charakter, von dem ich auch nach dem Beenden der Lektüre nicht weiß, ob ich ihn mag. Zu Beginn fand ich ihn super, weil er ein Querkopf war, der einfach so mal was anders machen wollte. Er machte sich wenig Gedanken über eine gesicherte Zukunft und erfindet Geschichten, um aus brisanten Situationen zu entkommen. Aber je weiter die Handlung fortschreitet, desto unsympathischer wird Moritz mir leider, denn er ist mir lange Zeit zu naiv und belügt auch noch Menschen, die ihm eigentlich wichtig sind.

Ein guter Ansatz waren für mich die Geschichten, die Moritz erfindet. Er hofft, mit den kleinen Horror-Geschichten, die er sich ausdenkt, irgendwann Karriere zu machen und als ein Verleger ihn tatsächlich anspricht, nimmt er das Angebot dankend an. Die kleinen Geschichten werden toll erzählt und ich habe mich tatsächlich kurzweilig gegruselt. Wer bekommt nicht ab und an derartige Geschichten berichtet, in denen dem Freund einer Freundin eines Bekannten mal etwas widerfahren ist. Moritz erfindet also kleine Gruselgeschichten, die tatsächlich passiert sein könnten und diese Geschichten werden dann in der Öffentlichkeit verbreitet. Das geht so weit, dass Moritz zeitweise seine eigenen Geschichten erzählt bekommt.

Eine weitere gute Idee ist es, die Geschichte aus der Sicht eines Stalkers spielen zu lassen. Es berichtet jemand, den man nur als "Ich kennen lernt. "Ich" schreibt in einem Protokoll jeden Tag auf, was die Hauptfigur Moritz alles erlebt. Oftmals sind die Formulierungen humorvoll, was über gewisse Längen hinwegtröstet. Dennoch baut sich nur auf die Frage, wer denn eigentlich die Geschichte erzählt, nicht genug Spannung auf. Gerade im Mittelteil, wenn man den Hauptcharakter schon gut kennt, es aber noch nicht ins Finale geht, passiert mir insgesamt zu wenig.  Das Finale selbst wirft übrigens neue Fragen auf, über die man während der Geschichte gar nicht nachgedacht hat. Dementsprechend war ich ein wenig enttäuscht, denn ich hatte mir mehr Aufklärung erhofft.

Bewertung
Ich hatte mir insgesamt mehr erhofft. Ein Thriller ist Rosendorfer muss dran glauben in meinen Augen nicht, aber ich wurde trotzdem über weite Strecken gut unterhalten. Besonders die Perspektive und die humorvollen Stellen haben mich überrascht und begeistert. Für Jugendliche auf jeden Fall zu empfehlen. Wer allerdings sonst gerne Thriller liest wird von der lange Zeit dahinplätschernden Handlung nicht begeistert sein.


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11.05.2013

Posted by Mareike Posted on 5/11/2013 | 1 comment

[Statistik] April 2013


Hallo meine Lieben!
Bevor der Monat schon wieder zur Hälfte vorbei ist, gibt es eben schnell noch meine Statistik für den April nachgereicht. Jetzt sieht sie auch schön aus, denn ich habe in den letzten Tagen einige Rezensionen veröffentlicht und nun kann ich sie direkt verlinken :-)

~~ Gelesen/Gehört ~~
046. Aydin, V. & Klamroth, K.: Schulsachen. Elfriedes erster Fall. Ein Taunus-Krimi (224S.)(4P.)
047. Rossi, Veronica: Gebannt. Unter fremdem Himmel (432 Seiten) (5 Punkte)
048. Engel, A.: ZÜGELLOSES ROM - vier Kurzgeschichten aus dem alten Rom (119 S.) (5 Punkte)
049. Price, Lissa: Enders - Portrait eines Marshalls (40 Seiten) (3 Punkte)
050. Halliday, Gemma: Christmas in High Heels (35 Seiten) (3 Punkte)
051. Straub, Isabella: Südbalkon (254 Seiten) (5 Punkte)
052. Moosbach, Hannah: Wo der Pfeffer wächst (206 Seiten) (2 Punkte)
053. Egghardt: Hanne: Skandalöse Amouren im Hause Habsburg (224 Seiten) (4 Punkte)
054. St. John, Tina: Das magische Siegel (400 Seiten) (3 Punkte)
055. Stiefvater, Maggie: Ruht das Licht (398 Seiten) (3 Punkte)
056. Stiefvater, Maggie: In deinen Augen (496 Seiten) (2 Punkte)
057. Feibel, Thomas: Like me. Jeder Klick zählt (176 Seiten) (4 Punkte)
058. Brooks, Mary C.: Ewig mein, ewig dein, ewig tot (204 Seiten) (3 Punkte)
059. St. John, Tina: Geheimnisvolle Gabe (368 Seiten) (3 Punkte)
060. Meyer, Stephenie: Edward - Auf den ersten Blick (63 Seiten) (2 Punkte)
061. Roesch, Richard R.: Pink Clover Club (208 Seiten) (2 Punkte)

Hörbuch
015. Carriger, Gail: Feurige Schatten (5 Punkte)

Gelesen: 3963 Seiten
Gehört: 715 Minuten

~~ Buch des Monats ~~
Ich sage nur: lesen, Leute, lesen!! Das Buch ist erfrischend anders und macht einfach riesig Spaß :-) Meine Rezension findet ihr, wenn ihr aufs Cover klickt.

~~ Ausblick ~~
Tja, was steht im Mai noch alles an? Bisher habe ich meinen SUB mal wieder genauer beleuchtet, verschiedene kostenlose eBooks runter geschmissen und mir fest vorgenommen, nicht mehr so viele Neuzugänge zu haben. Aber das eine oder andere Buch vor dann doch (vor-)bestellt. Ganz ohne geht es eben doch nicht. An diesem Wochenende gehen 20 Briefchen in die Post, weil ich ja 20 kleine Trostpreise verlost habe. ;-)

Ansonsten wünsche ich euch jetzt einfach noch einen hoffentlich schönen Mai <3

10.05.2013



Zum Buch
Titel: Vollstrecker der Königin - Der Baeldin-Mord
Reihe: Vollstrecker der Königin #1
Autor: Angelika Diem
Seiten: 116 
ASIN: B00BSH9596
ISBN 978-3-939727-28-6
Verlag: Machandel Verlag
Erschienen: 03/2013
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Zur Geschichte
Mord ist niemals gut. Auch wenn es "nur" eine Kammerzofe trifft. Die rein zufällig auf einem Schloss Dienst tut, auf dem sich eine politisch wichtige Heirat anbahnt.
Warum aber fühlt sich die Königin gefordert, einer bloßen Zofe wegen eine ihrer fähigsten Ermittlerinnen in die nördliche Provinz zu schicken?
Vollstreckerin Caitlynn stellt schnell fest, dass ihre Aufgabe alles andere als einfach ist. Unschuldige fühlen sich schuldig, viele Schlossbewohner haben ein Motiv, und Caitlynns Magie stößt an ihre Grenzen. War die Zofe am Ende doch nicht so unwichtig?

Fazit
Im April habe ich eine sehr nette E-Mail einer mir bis dahin unbekannten Autorin erhalten, die mir angeboten hat, ihre Fantasy-Geschichte zu rezensieren. Nachdem ich mir die interessante Kurzbeschreibungen durchgelesen hatte, war mir klar, dass ich das Angebot auf jeden Fall annehme und ich habe es nicht bereut. Ich bin richtig glücklich, dass mir dieses Buch nicht entgangen ist und ohne das freundliche Angebot wäre mir Vollstrecker der Königin - Der Baeldin-Mord sicher nicht aufgefallen. 

Ich lese gerne Fantasy und auch gerne in Kombination mit anderen Genres, weswegen ich nach ein paar Seiten schon angetan war. Vollstrecker der Königin - Der Baeldin-Mord ist eine Mischung aus Fantasy und Krimi mit historischen Elementen, was ich bislang noch nicht so häufig in einer Geschichte gefunden habe. Der Einstieg in die 116-seitige Handlung gelingt spielend. Man verfolgt, wie die 13-jährige Lynna (Caitlynn) am Hof ihres Vaters mit der schrecklichen Seite ihrer Gabe konfrontiert wird. Wie alle Adeligen hat sie die Möglichkeit mit ihrem Charisma andere Menschen zu beeinflussen und eine derartige Beeinflussung sorgt für eine Katastrophe, die Lynnas Lebensweg entscheidend verändert. Man lernt schon auf den ersten Seiten viel über Caitlynn. Informationen erhält man wie nebenbei, so dass der Fluss der Erzählung nicht durch trockene Fakten unterbrochen wird.

Im weiteren Verlauf der Handlung bleibt es spannend. Caitlynns Aufgabe als Vollstreckerin wurde gut erklärt und obwohl es sich um Fantasy handelt, habe ich ihren Beruf als authentisch empfunden. Wenn es diese Welt gäbe und diesen Beruf der Vollstreckerin würde es bestimmt genau so sein, wie die Autorin es beschreibt. Als Vollstreckerin wird Caitlynn an einen Hof geschickt, an dem eine Zofe ermordet wurde. Ihre Aufgabe ist es, den Täter zu finden und zu bestrafen. Durch die Kürze der Geschichte bleibt die Handlung komplett an diesem Hauptstrang, wodurch es zu keiner Zeit langweilig wird. Ich fand es sehr interessant, wie Caitlynn sich an dem Hof integriert und niemals ihre Aufgabe vernachlässigt.

Besonders gelungen fand ich die Idee, die hinter diesem Buch steckt, und ihre Kombination mit den Genres. Es geht häufig daneben, wenn Genres gemischt werden, aber in Vollstrecker der Königin - Der Baeldin-Mord harmoniert alles wunderbar. Menschen mit ihrem Charisma zu beeinflussen in einer mittelalterlichen Umgebung fand ich einfach toll und im Laufe der Geschichte fällt auch auf, wie gut die Idee umgesetzt wurde. Man hat sich so spielend in die Welt eingelebt und konnte sich so gut in die Charaktere hineinversetzen, dass man eigentlich gar nicht mehr zu lesen aufhören wollte. Es war mir vielmehr an manchen Stellen zu kurz. Ich hätte liebend gerne noch mehr zu den verschiedenen Charakteren gelesen und vor allem auch das Setting näher beschrieben gehabt. Aber das Finale lässt durch einen Cliffhanger auf eine Fortsetzung hoffen. 

Bewertung
Vollstrecker der Königin - Der Baeldin-Mord ist für Fantasy-Fans eine tolle Geschichte für zwischendurch. Es hat mir großen Spaß gemacht, in die atmosphärische Welt einzutauchen, in der Caitlynn lebt. Bis zur letzten Seite wird man immer wieder überrascht und die Spannung bleibt durchgängig erhalten. Ich hätte die Charaktere gerne noch etwas ausführlicher beschrieben gehabt, denn die Handlung bleibt recht strikt an der Hauptthematik. Sonst kann ich die Geschichte aber nur empfehlen.


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09.05.2013



Zum Buch
Titel: Auracle. Ein Mädchen, zwei Seelen, eine Liebe
OT: Auracle
Autor: Gina Rosati
Seiten: 368
ISBN: 978-3-7607-8907-1
Verlag: Bloomoon Verlag
Erschienen: 02/2013
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Zur Geschichte
Zwei Seelen, ein Körper
Die 16-jährige Anna Rogan ist ein ganz normaler Teenager – hätte sie nicht die Gabe, unbemerkt ihren Körper zu verlassen. Astral besucht Annas Seele die entlegensten Winkel des Universums. Reisen, deren Schönheit Anna genießt, deren Gefahr sie jedoch übersieht – bis es zu spät ist. 

Als Taylor, Annas Klassenkameradin, bei einem dramatischen Unfall ums Leben kommt, kann Anna plötzlich nicht mehr zurückkehren: Denn die umherwandernde Seele der Verstorbenen hat ihren Körper besetzt - und weigert sich mit aller Kraft, ihn zu verlassen. Hilflos muss Anna zusehen, wie sie sich einen Spaß daraus macht, ihr neues „Revier“ mit Piercings und Tattoos zu markieren. Doch als Taylor sich auch noch daran macht, Annas besten Freund Rei zu verführen, entspinnt sich ein mörderischer Zweikampf: um Annas Körper – und um Reis Herz.

Fazit
Aurcale ist ein YA-Fantasy-Roman, der mich schon länger interessierte. Seit ich vor einigen Monaten das wunderschöne Cover gesehen und den Klappentext gelesen habe, war für mich klar, dass ich das Buch unbedingt lesen muss. Ich bin jetzt nach der Lektüre nicht komplett enttäuscht, hatte aber eine etwas andere Geschichte erwartet, als ich sie letztendlich vorgefunden habe. Ein Beispiel ist der versprochene Kampf um Reis Herz, den ich überhaupt nicht finden konnte. Dennoch hat mir die Geschichte gefallen, weil sie eine tolle Mischung aus Fantasy, Liebe und Spannung war. 

Auracle. Ein Mädchen, zwei Seelen, eine Liebe startet gleich mit einem spannenden Beginn, der die Geschichte so richtig anheizt. Man darf mit Anna zusammen einen ausbrechenden Vulkan besuchen. Was gefährlich klingt, ist aber ganz harmlos, denn alles, was Anna dafür tun muss, ist es ihre Seele von ihrem Körper zu lösen. Innerhalb von einem Wimpernschlag ist sie schon am Vulkan und betrachtet das Naturereignis, bevor sie ohne Probleme wieder in ihren Körper zurück kehrt. Ihr Umgang mit ihrer Gabe ist total naiv, so dass schon klar ist, dass auf jeden Fall etwas passieren wird. Und als Taylor stirbt und Annas Körper in Besitz nimmt, beginnt auch Anna zu merken, dass Rais ständige Warnungen doch nicht so aus der Luft gegriffen waren. 

Da man die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Anna verfolgt, weiß man von Beginn an, was die Charaktere erst später herausfinden werden. So tritt ab und an die Spannung in den Hintergrund, was meiner Meinung nach aber mit Gefühl und Magie ausgeglichen wird. Mit hat das Thema rund um die Seelenwanderung und Auren der Figuren gut gefallen und Annas aufkommende Gefühle für Rei wurden immer wieder gut in die Geschichte eingebaut. Überhaupt haben mir Anna und Rei zusammen immer gut gefallen. Wo Anna allerdings ein wenig blass bleibt, ist Rei ein richtig toller, tiefgründiger Charakter. Das mag daran liegen, dass Anna verliebt in ihn ist, denn man bekommt ja nur ihre Eindrücke von ihm mit. Ich hätte mir öfter mehr Tiefgang gewünscht, aber vermutlich ist die Geschichte für die Zielgruppe (Mädchen ab ca. 14 Jahren) genau passend geschrieben. Auracle lässt sich schnell und flüssig lesen und der Stil ist jugendlich gehalten. Man findet Sätze wie "Wie cool ist das denn?" (Seite 10), die den Text auflockern und mich schmunzeln ließen. 

Ein paar Fragen bleiben dennoch leider offen: Warum wird nicht mehr über Annas Gabe erzählt? Warum weiß ich selbst am Ende des Romans nicht, woher die Gabe kommt und warum ausgerechnet Anna sie hat? Schade, schade, schade - hier wurde viel Potenzial verschenkt. Denn Annas Gabe hat mich begeistert und die Idee dahinter war richtig gut. Wer würde nicht gerne innerhalb von Sekunden ans andere Ende der Welt reisen oder sogar in den Weltraum fliegen? Umso enttäuschter war ich am Ende des Buches, dass der Leser so wenig aufgeklärt wird. 

Bewertung
Auracle ist ein wundervoller, gefühlvoller Jugendroman, der gerade der Zielgruppe gefallen dürfte. Die Idee, die hinter der Geschichte steckt, ist spannend, nur hapert es ein wenig an der Umsetzung. Leider bleibt die Geschichte ab und an flach und wichtige Fragen werden nicht beantwortet.


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07.05.2013

Posted by Mareike Posted on 5/07/2013 | No comments

[SUB] #9 - Diesmal ist es nicht ganz so viel...

... aber ich warte natürlich noch auf einige Bücher. Damit ich euch nicht wieder mit so vielen Büchern auf einmal erschlage, stelle ich euch die Bücher vor, die in den letzten drei Wochen bei mir eingetroffen sind. Und irgendwie warte ich ja auch jede Woche auf das eine oder andere Buch. :-)

Ich durfte in der letzten Zeit den neuen Lübbe-Shop testen und habe als Dank diese beiden Bücher erhalten: 

Christina Drews: Schattenfreundin
Wo ist Leo? Charlotte Schneidmann, Kommissarin in Münster, setzt alles daran, den kleinen Jungen zu finden, bevor es zu spät ist. Denn nicht nur die Sorgen der verzweifelten Mutter lassen sie fieberhaft ermitteln, auch die Erinnerungen an die eigene traumatische Kindheit machen diesen Fall für die engagierte Kommissarin zur ganz besonderen Bewährungsprobe.

Victoria Dahl: Süß wie die Sünde
Lady Marissa York hat sich eine winzig kleine Indiskretion erlaubt (nun ja, vielleicht war sie nicht ganz so klein, aber wäre sie ein Mann, würde niemand die Nase über sie rümpfen) und plötzlich besteht ihre Familie darauf, dass sie sofort heiratet. Die lieben Verwandten setzen ihr auch gleich einen - völlig unpassenden - Kandidaten vor die Nase, und um des Friedens willen macht Marissa die Charade mit. Doch sie hat nicht mit den Verführungskünsten ihres Möchtegern-Verlobten gerechnet ...

Frühlingsgewitter wurde mir netterweise von Oetinger zur Verfügung gestellt. Gelesen habe ich das Buch schon und die Rezension gibt es in den nächsten Tagen. Der Sarg habe ich bin Fireez von Books beyond the Rim für eine erfolgreiche Challenge-Teilnahme bekommen :-)
Arno Strobel: Der Sarg
»Sie konnte nicht einordnen, was diese Schwärze zu bedeuten hatte. Aber sie war überall. Und es gab keinen Ausweg.«

Köln wird durch eine Reihe fürchterlicher Verbrechen erschüttert. Jemand entführt mehrere Frauen und begräbt sie bei lebendigem Leib. Der Täter spielt der Polizei Hinweise zu, doch wenn ein Grab gefunden wird, ist die Frau darin bereits tot. Erstickt.
Zur gleichen Zeit hat Eva, eine erfolgreiche Geschäftsfrau Mitte 30, einen immer wiederkehrenden Traum. Sie wacht in einem Sarg auf. Gefangen, hilflos, panisch. Sie weiß nicht, wie sie in den Sarg hineingekommen ist, und später nicht mehr, wie sie ihn wieder verlassen hat. Doch irgendwann ist es vorbei, sie ist frei, liegt in ihrem Bett. Und bemerkt die Blutergüsse und Kratzspuren an Händen, Armen und Beinen ...

Eine kleine Sekunde und dann …
Joe verlebt fast unbeschwerte Tage in Griechenland. Sonne, Meer, sternklare Nächte und Nikos. Nikos, der schon weiß, wie er sein Leben nach der Schule gestalten will und von einem eigenen Café träumt. Sie fühlt sich wohl mit ihm. Bis die Vergangenheit und der von ihr verschuldete Unfall in ihr kleines Paradies brechen. Joe wird klar, dass sie sich der Vergangenheit stellen muss.

Die letzten beiden Bücher habe ich für Leserunden bei LovelyBooks bekommen. :-)
 Rüdiger Bertram: Rosendorfer muss dran glauben
Was ist Fantasie? Was ist Wirklichkeit? Ein spannender Psycho-Krimi.
Als Moritz für einen Buchverlag „urban legends“ erfinden soll, klingt das wie ein Traumjob. Seltsam findet er nur, dass seine Geschichten auf einmal ein Eigenleben entwickeln. Der Albtraum beginnt, als Moritz einen Mord erfindet, der im Anschluss wirklich geschieht. Gibt es jemanden, der seine Geschichten in die Tat umsetzt? Welche Rolle spielt sein Verleger? Und wo liegt die Grenze zwischen Fantasie und Realität?
Ein raffinierter Jugendroman des bekannten Autors Rüdiger Bertram - voller trügerischer Wahrheiten, packend durch seine überraschenden Wendungen und faszinierenden Irrwege.

Tracy Bilen: Wie der Vater so der Tod
Sie liebt ihn. Sie fürchtet ihn. Sie darf nicht vor ihm fliehen.
Verzweifelt wartet die 16-jährige Sara am vereinbarten Treffpunkt auf ihre Mutter. Es sollte der Start in ein neues Leben werden, weit weg von ihrem gewalttätigen Vater, der seit dem Selbstmord ihres Bruders mehr und mehr den Bezug zur Realität verliert. Aber Sara wartet vergebens – ihre Mutter taucht nicht auf. Zu gerne würde sie ihrem Vater glauben, der behauptet, sie musste überraschend geschäftlich verreisen. Doch Sara ahnt, dass die Wahrheit anders aussieht. Sie beschleicht der schreckliche Verdacht, dass ihr Vater mit dem Verschwinden ihrer Mutter etwas zu tun haben könnte. Die neue Liebe zu ihrem Mitschüler Alex gibt ihr die Kraft, sich der Realität zu stellen. Doch ihre Ermittlungen bringen sie in Lebensgefahr ...
Posted by Mareike Posted on 5/07/2013 | No comments

[Rezension] Like me. Jeder Klick zählt



Zum Buch
Titel: Like me. Jeder Klick zählt
Autor: Thomas Feibel 
Seiten: 176
ISBN: 978-3-551-31242-6
Verlag: Carlsen
Erschienen: 04/2013
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Zur Geschichte
Inklusive E-Book im Format EPUB oder mobipocket!
Jana, die Neue in Karos Klasse, ist ein richtiger Jungsmagnet. Außerdem hat sie ein iPhone, ist immer online und auf dem besten Weg, Moderatorin einer neuen Internet-TV-Show zu werden. Dafür muss sie nur möglichst viele Sympathiepunkte in dem Social-Media-Network „On“ sammeln. Karo und ihr heimlicher Schwarm Eddi – der offensichtlich in Jana verknallt ist – helfen ihr dabei, indem sie die verrücktesten Dinge posten. Doch irgendwann wird aus dem Spiel bitterer Ernst – und nichts ist mehr so, wie es schien.

Fazit
Like me. Jeder Klick zählt ist ein kurzweiliger Jugendroman, der auf die Problematik im Umgang mit Social Media hinweist. Facebook ist das Social-Media-Netzwerk unserer Gegenwart. Es ist leicht, mit anderen Personen in Kontakt zu bleiben und alles zu erfahren, egal wie wichtig oder unwichtig es auch sein mag. Das Netzwerk bestimmt das Leben vieler Menschen und sie sind täglich online. Ich bin selbst mehrfach in der Woche bei Facebook und fand das Buch aus diesem Grund schon spannend. Geschrieben wurde das Buch für Jugendliche ab 12 Jahren und auch wenn ich demnach fast 20 Jahre zu alt für die Geschichte bin, hat sie mir durch ihren moralischen Aspekt gut gefallen.

Statt Facebook findet man in Like me. Jeder Klick zählt die Plattform "ON", das Prinzip ist jedoch das Gleiche. Und nun sucht "ON" Moderatoren und derjenige, der durch das Teilen von Beitragen, Filmen, Bildern usw. die meisten Punkte erhält, bekommt den begehrten Posten. Karo und Eddi werden von Jana angesteckt und die Drei beschließen zusammenzuarbeiten, um möglichst viele Punkte zu sammeln. Bald dreht sich in ihrem Leben alles um die Plattform "ON" und das reale Leben tritt immer mehr in den Hintergrund.

Die Charaktere sind einfach gehalten und bleiben in ihren zugewiesenen Rollen. Man darf keine Überraschungen erwarten, was aber auch nicht schlimm ist, denn bei 176 Seiten ist das Buch dennoch interessant und kurzweilig. Jana ist die Figur, die den Hype um "ON" immer weiter treibt und damit auch die Protagonistin Karo und ihren Freund Eddi hineinzieht. Es entsteht eine Gruppendynamik, der sich Karo und Eddi nicht entziehen können. Die Hemmschwelle, andere Personen zu erniedrigen, wird immer geringer, bis schließlich überhaupt keine Rücksicht mehr auf die Gefühle Anderer genommen wird. Einzig Ivo bildet einen Gegenpart, wodurch das Nachdenken über den Umgang mit Social Media angeregt wird. Außerdem wird deutlich gemacht, welche Konsequenzen man mit einem solchen Verhalten zu erwarten hat. Die Entwicklung von Karo ist recht vorhersehbar, aber dafür glaubwürdig. 

Man merkt direkt, dass das Buch für Jugendliche ab etwa 12 Jahren geschrieben wurde. Die Sprache ist einfach, direkt und unverschnörkelt gehalten und lässt sich demnach angenehm lesen. Der Leser wird von Karo direkt angesprochen. Sie berichtet nach und nach, wie sie ihr soziales Umfeld gegen ein Online-Umfeld eintauscht und sich der Maschinerie nicht mehr entziehen kann. Die Kapitel sind kurz gehalten und haben immer eine Überschrift, die vorgibt, worum es in dem Kapitel geht. Ich denke, dass Jugendliche, die sich für das Thema interessieren, viel Spaß mit der Geschichte haben und nebenbei so einiges zum Thema Freundschaft, Respekt und Verantwortungsbewusstsein lernen werden. 

Bewertung
Like me. Jeder Klick zählt legt offen, wo die Gefahren mit dem Umgang  mit Social Media liegen. Außerdem werten Werte zum Thema Freundschaft und Moral vermittelt. Durch die kurzen Kapitel ist das Buch auch für Jugendliche geeignet, die sonst nicht viel lesen. 


Das Copyright an Cover und Klappentext liegt beim oben verlinkten Verlag.

04.05.2013

Posted by Mareike Posted on 5/04/2013 | 2 comments

[Rezension] Ewig mein, ewig dein, ewig tot



Zum Buch
Titel: Ewig mein, ewig dein, ewig tot
Autor: Mary C. Brooks
Seiten: 204
ASIN: B00AH0YJTQ
Erschienen: 12/2012
Leseprobe

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Zur Geschichte
Du weißt, was du zu tun hast, wisperte die Stimme. Ihre Kälte stach wie Nadeln in seinen Kopf und ließ ihn zusammenzucken. Seine Hand fischte ein schweres Buch aus seiner Tasche und schätzte sein Gewicht. Sein Atem beschleunigte sich, er hatte das Gefühl, zu ersticken.
Panik ließ seinen Herzschlag rasen. Sie weiß es. Sie weiß alles.
Er stieß die Tür auf, das Buch in der Hand.
Das Mädchen wirbelte herum und starrte ihn entsetzt an, den Abschiedsbrief noch immer in der Hand. „Was hast du getan?“, flüsterte sie.

Eine tote Studentin. Ein Mörder, der auf Rache sinnt. Zwei ungleiche Ermittlerteams.
Als an der Universität ein Mädchen ermordet wird, beginnen für die Kommissare Jakob Spatz und Michael Schlemmer gefährliche Ermittlungen, die sie tief in einen Strudel aus Intrigen und Hass verwickeln. Spatz‘ Tochter Leonie und ihre Freundin Franzi, die die Tote kannten, beginnen ebenfalls ein wenig herumzuschnüffeln – und geraten damit ins Visier des Killers… (Quelle: Amazon)

Fazit
Ewig mein, ewig dein, ewig tot ist der erste Krimi der jungen Autorin Mary C. Brooks. Unter anderem Namen sind bereits mehrere Fantasy-Bücher erschienen und zur Zeit studiert sie in Köln, der Stadt, in der auch ihr Krimi spielt. Die junge Studentin Sabrina wird ermordet und es gibt gerade zu Beginn viele verschiedene Ermittlungsansätze, falsche Fährten und mehrere Verdächtige, denen ich die Tat zugetraut hätte.

Die Charaktere sind durchweg interessant und glaubwürdig. Sehr gut gefallen hat mir, dass es verschiedene Perspektiven gibt, in denen man das Innenleben der jeweiligen Person besser kennen lernt. Obwohl die Geschichte nur knapp 200 Seiten umfasst, hat man so das Gefühl mit den Figuren mitzufiebern. Es wird auch die richtige Mischung aus aktuellen Geschehnissen und Rückblenden gefunden, so dass auch ein wenig von der jeweiligen Vergangenheit bekannt wird. Ewig mein, ewig dein, ewig tot beginnt zudem sehr vielversprechend. Ich kann empfehlen in die Leseprobe rein zu lesen, denn der Prolog sorgt für einen ganzen Schub an Spannung. 

Über das Buch hinweg darf man zwei sympathischen Ermittlern über die Schulter blicken. Die Szenen mit Michael und Jakob sorgten bei mir meist für Heiterkeit, denn an unterhaltenden Elementen fehlt es hier nicht. Beide Figuren sind speziell, aber liebeswert und ich mochte die Kabbeleien genauso gerne, wie ihre logischen Schlussfolgerungen. Der Fall wird insgesamt gut aufgebaut und man kann den einzelnen Ermittlungsschritten  problemlos folgen. Unterhaltungswert hat auch die Clique, in der sich das Opfer bewegt hat und zu der auch Jakobs Tochter Leonie zählt. Besonders Franzi ist eine ganz positiv verrückte Figur, die mich mitgerissen hat. 

Mir persönlich ist es wichtig, möglichst lange im Dunkeln zu tappen und mit den Ermittlern den Täter zu suchen. In diesem eBook ist der Täter mit ein wenig Kombinationsgabe leider recht schnell gefunden, so dass die Spannung, die ich bei einem Krimi brauche, nicht immer gegeben war. Dennoch war die Geschichte gut geschrieben und auch flüssig zu lesen. Die Autorin findet oft mit wenigen Sätzen genau die richtigen Worte, um eine Szene besonders wirken zu lassen. Der Humor, der über weite Strecken vorkommt, lockert die Handlung zusätzlich auf und sorgt für Lesespaß für zwischendurch. 

Bewertung
Ewig mein, ewig dein, ewig tot ist ein durchaus stimmiger humoristischer Krimi, der bei mir nur Abzug bekommt, weil es recht schnell offensichtlich wird, wer der Täter ist. So bleibt die Spannung auf der Strecke. Die Charaktere allerdings sind sympathisch und die Autorin schafft es ohne viele Worte ein gutes, interessantes Setting. Wer also unblutige Krimis mag und nicht unbedingt bis ganz zum Schluss miträtseln muss, sollte sich Ewig mein, ewig dein, ewig tot unbedingt anschauen. 

03.05.2013

Posted by Mareike Posted on 5/03/2013 | No comments

[Rezension] Pink Clover Club. Ein Mecklenburg-Krimi



Zum Buch
Titel: Pink Clover Club. Ein Mecklenburg-Krimi
Reihe: Band #2
Autor: Richard R. Roesch
Seiten: 208
ISBN: 978-3-95400-160-6
Verlag: Sutton 
Erschienen: 04/2013
Leseprobe

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Herzlichen Dank an den Sutton Verlag für die Leserunde bei LovelyBooks.

Zur Geschichte
Die Entlarvung eines bundesweit gesuchten Frauenmörders hat Pawel Höchst, dem Rostocker Privatdetektiv mit russischen Wurzeln, viel Ruhm beschert – doch leider keine Aufträge. Deshalb zögert der bärbeißige Ex-Seemann auch keine Sekunde, als ihn die Rostocker Kripo gegen ein Erfolgshonorar als Berater engagieren will.
Eine Dame aus der besten Schweriner Gesellschaft ist in einem Rostocker Luxushotel ermordet aufgefunden worden – eine Dame, die bestens mit Politik und Wirtschaft in der Landeshauptstadt vernetzt war und womöglich auch mit der Schweriner Polizei.
Deshalb soll Pawel erst einmal ganz diskret die Hintergründe untersuchen, nicht dass da am Ende ein Skandal droht. Klingt logisch. Klingt das wirklich logisch? Und wieso stößt Pawel dauernd auf einen Schweriner Privatschnüffler, der das Opfer angeblich schon seit Wochen überwacht? Ohne die Hilfe von Polizeianwärter Kevin kommt Pawel nicht voran, weder am Schweriner See noch am Warnowufer.

Fazit
Pink Clover Club ist ein weitere regionaler Krimi aus dem Hause Sutton und ich hatte eine recht hohe Erwartungshaltung. leider ist mir die zum Verhängnis geworden, denn das Buch konnte mich absolut nicht fesseln. Im Gegenteil: Ich war froh, als ich das Buch beendet habe und das ist bei mir nicht häufig der Fall. Pink Clover Club ist der zweite Band nach French 75 vom Autor Richard R. Roesch und handelt von den Ermittlungsversuchen des Pawel Höchst. 

Wo wir gleich zum ersten Problem kommen, dass mir den Lesespaß verdorben hat. Pawel Höchst ist ein Mensch, den ich persönlich hoffentlich niemals kennen lernen darf. Ich nehme an, es sollten Klischees ausgespielt werden, damit man sich eher mit dem Charaktere zurechtfindet. Jedenfalls ist der Herr Ermittler mit russischen Wurzeln ein früherer Seemann und genauso verhält er sich auch. Er trinkt ständig - auch beim Auto fahren -, vergisst wichtige Ermittlungshinweise, betrügt seine Frau und ist natürlich beleidigt, als sie sich revanchiert. Vieles wurde in French 75 wohl schon angestoßen, denn man liest in Pink Clover Club nur von Pawels Überlegungen, zu seiner Frau zurück zu kehren. Ich hatte allerdings nicht das Gefühl etwas verpasst zu haben, dass recht ausführlich auf die Geschehnisse eingegangen wird. Ich habe jedenfalls selten von einem so unsympathischen Ermittler gelesen.

Ein weiteres Problem hatte ich mit der Handlung, denn vieles basiert auf Zufällen oder ist viel zu einfach gehalten. Klischees wurden auch nicht nur bei Pawel Höchst verwendet, sondern auch bei vielen anderen Aspekten. So sind Hausfrauen keine Damen, Seeleute haben immer dunkle Geheimnisse und Russen trinken halt gerne ein wenig mehr. Der Stil des Autors ist dabei eigentlich recht angenehm zu lesen, so dass es durchaus ein nettes Lesevergnügen hätte werden können. Ich bin schnell in die Geschichte hinein gekommen und zu Beginn wirkt der Krimi auch vielversprechend. Aber Wiederholungen, unlogische Ermittlungsansätze sowie die fehlende Spannung machten dem schnell ein Ende. Auch das Finale sorgt nicht für die erhoffte Befriedigung, weil man wenig darüber erfährt, wie alles weitergeht. Die letzten Seiten wirken fast so, als müsste die Geschichte auf eine bestimmte Seitenzahl kommen und tragen nichts Wesentliches mehr bei. 

Positiv aufgefallen ist mir hingegen die Beschreibung der Umgebung, in der der Krimi spielt. Schwerin, Rostock und generell die mecklenburgische Landschaft wurden mit Liebe zum Detail in den Krimi eingefügt, so dass man sich alles genau vorstellen konnte. Leider reicht das für einen spannenden Krimi noch nicht aus.

Bewertung
Selten hat ein Buch meine Erwartungen so enttäuscht wie Pink Clover Club. Vielleicht hätte ich French 75 lesen sollen, um zu wissen, dass dieses Buch definitiv nichts für mich ist? Es fehlten Logik und Spannung und mitgerissen hat es mich leider auch nicht. Sehr, sehr schade, denn ich hatte mir viel mehr erhofft. Wer aber nichts gegen Klischees und eine unkonventionelle Ermittlung hat, mag mit dem Buch seine Freude haben.


Das Copyright an Cover und Klappentext liegt beim oben verlinkten Verlag.

01.05.2013

Posted by Mareike Posted on 5/01/2013 | 12 comments

[Gewinnspiel] Welttag des Buches - Die Auslosung

Hallo ihr Lieben,

ich glaube, dass 108 Teilnehmer ganz gespannt auf eine Auslosung warten ;-) Erst einmal möchte ich mich aber bei euch bedanken. Ich hätte nie damit gerechnet, dass so viele mitmachen und dann auch noch so liebe Worte für mich finden. Ich bin ganz gerührt und freue mich total, dass mein Blog euch so gut gefällt. In den nächsten Tagen (sobald ich etwas Zeit freischaufeln kann) mache ich noch einen Beitrag zu den Fragen, die manche von euch gestellt haben. 

So, nun aber zu den Gewinnern. Am Liebsten würde ich jedem von euch eine Kleinigkeit zukommen lassen, aber das ist leider nicht möglich. Ich habe mich daher entschlossen, zusätzlich zumindest 20 kleine Trostpreise zu vergeben. Deshalb habe ich jeweils mit Random.org ausgelost und hoffe, es passt zu eurer Zufriedenheit. 

*Trommelwirbel* Gewonnen haben:


Buchpaket Nr. 1: Jan Brandt - "Gegen die Welt"
Losnummer 34: 
Konstantin R. aus Siegen

Buchpaket Nr. 2: Liz & J.K. Brandon - "Blutprinz"
Losnummer 62:
Julia R. aus Bad Nauheim

Gewinn Nr. 3: Das "Lesezeichen-Paketchen"
Losnummer 94:
Sherita M. aus Ludwigsburg


*selbst gehäkelte Trostpreise*

Losnummer 3: Manuela S. aus Hamburg
Losnummer 74: Manuela S. aus Terlan
Losnummer 75: Steffen M. aus Berlin
Losnummer 86: Erik D. aus Heinsberg
Losnummer 43: Sandra M. aus Fürth 
Losnummer 18: Sandra V. aus Blankenburg 
Losnummer 61: Sabrina G. aus Schongau
Losnummer 90: Rebecca F. aus Stahnsdorf
Losnummer 93: Daniel W. aus Aachen
Losnummer 54: Heike D. aus Tirschenreuth
Losnummer 89: Natalie E. aus Berlin
Losnummer 49: Claudia K. aus Niddatal
Losnummer 87: Anke H. aus Leipzig
Losnummer 1: Yvonne S. aus Lilienthal
Losnummer 108: Markus G. aus München
Losnummer 13: Meike P. aus Ostrhauderfehn
Losnummer 23: Julia W. aus Paderborn
Losnummer 84: Nathalie S. aus Frankfurt
Losnummer 15: Romy E. aus Limbach-Oberfrohna
Losnummer 42: Ebru C. aus Baden-Baden


Herzlichen Glückwunsch euch Allen:-) In der nächsten Woche stelle ich jeweils ein Päckchen/ einen Brief für euch zusammen, das dann auf die Reise zu euch geht. Eure Adressen habe ich ja schon. :-)